Warum Helfen glücklich macht

"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?"

So heißt eine alte Weisheit. Obwohl ich gern in andere Länder reise, habe ich längst festgestellt, dass ich in meiner eigenen Stadt und ihrer Umgebung genau so schöne Fotos machen kann wie zum Beispiel in den Bergen oder am Meer. Auch hier gibt es wunderbare Momente, die ich unbedingt festhalten möchte. Den schimmernden Bach zwischen grünen Büschen und Bäumen im Sommer. Wenn der Herbstnebel über den Feldern aufsteigt und die Sonne mit ihren ersten Strahlen alles vergoldet. Blumen, die sich im Wind wiegen. Regentropfen auf Blütenblättern. Den Stadtpark mit seinen riesigen Bäumen. Das bunte Treiben an Markttagen.

Wenn ich dann mit der Kamera unterwegs bin und mich nur auf die Bilder konzentriere, die ich gerade wahrnehme, durchströmt mich ein warmes Gefühl. Hier ist meine Heimat. Ich bin hier zwar nicht geboren und aufgewachsen, aber ich bin hier angekommen, fühle mich zu Hause. Das Gute liegt wirklich nah. Für mich. Und ich weiß, dass ich großes Glück habe, denn für viele andere Menschen gilt dieses Sprichwort leider nicht. Für sie liegt das Gute in der Ferne, so hoffen sie, weil ihre Heimat ihnen kein Zuhause mehr bieten kann. Keine Sicherheit, keine Geborgenheit, keine Freude. Schweren Herzens müssen sie den Ort verlassen, müssen alles zurücklassen, was ihnen lieb war. Suchen einen Platz, wo sie nicht verfolgt, bedroht, vergewaltigt oder getötet werden. Wo sie Geld verdienen können, um sich und ihre Familie zu ernähren. Wo sie neue Freunde und eine Heimat finden können.

Doch dazu brauchen sie uns. Öffnen wir unsere Herzen, damit wir sehen können, was wirklich gut ist. Reichen wir ihnen unsere Hände und zeigen wir ihnen ihr neues Zuhause! Helfen wir ihnen, wieder glücklich zu werden und ein lebenswertes Leben zu führen, denn Glück ist der Weg zum Frieden. Wenn sich jeder von uns nur um einen anderen kümmern würde, wäre allen geholfen! 

#bloggerfuerfluechtlinge

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