7 Tipps für den erfolgreichen Blogger

Ruprecht Frieling
Die Blogs von Ruprecht Frieling erreichten in zehn Jahren mehr als drei Millionen Leser.

Gastbeitrag von Ruprecht Frieling*


Nach zehn Jahren schließt mit Blog.de Deutschlands reichweitenstärkste Blogger-Community und eine der größten europäischen Blog-Plattformen. Hundertausende Blogger sind von der Abschaltung der sich durch eine äußerst aktive Community auszeichnenden Gemeinschaft betroffen. Mehr als eine Million Blogeinträge werden mit Abschaltung vernichtet. Die meisten Blogger schwenkten inzwischen auf andere Plattformen wie Blogger oder Wordpress um. Mit hohem Aufwand bastelten sie sich neue Bloghütten als Heimathäfen ihrer Ideen, Gedanken und Träume. Doch für alle stellt sich die Frage, wie sie wieder an frühere Zugriffszahlen kommen und diese erhöhen.

 

Der Zenit des Bloggens ist seit einiger Zeit überschritten. Kurznachrichtendienste wie Twitter, Facebook und Google+ zogen viele User ab, die früher ausführlich bloggten. Dies gründet in dem geringeren Aufwand, der viele Netzbürger verleitet, immer kürzere Äußerungen in den virtuellen Raum zu pusten.

 

Gleichzeitig sinkt die Aufmerksamkeitsspanne durch das überbordende Informationsangebot und führt zu einer oberflächlicheren Betrachtung der Zeitläufe. Umso schwerer fällt es denjenigen, für die ein Blog das optimale Mittel ist, sich auszudrücken und darzustellen, Leser zu gewinnen und zu halten. Aus meiner Praxis möchte ich sieben Tipps geben, deren Umsetzung ich für wesentlich halte.

 

1. Tipp: Finde exklusive Themen

 

Versuch deine Leser zu begeistern, indem du sie direkt ansprichst. Geh in den Köpfen deiner Leser spazieren und liefere ihnen genau das, was sie genauso wie dich interessiert. Versuch dich bei jedem Thema, das du behandelst, von deinem Text zu lösen und beantworte die Frage, ob deine Leser ebenfalls an dem von dir gewählten Thema interessiert sein könnten. Es gibt nichts Schlimmeres, als seine Leser zu langweilen.

 

2. Tipp: Hör auf zu klauen

 

Versuche, exklusive Themen zu finden. Deinen Beitrag darf es nur bei dir geben, er sollte einzigartig sei und für sich und dich stehen. Dann wissen die Leser, dass sie beispielsweise Antworten auf konkrete Fragen, bestimmte Themen oder eine besondere Stilistik nur bei dir finden. Geklaute Texte oder Fotos haben auf deinem Blog nichts verloren.


www.RuprechtFrieling.de
Screenshot eines Frieling-Blogs, der unter www.RuprechtFrieling.de zu finden ist.

3. Tipp: Bebildere deine Beiträge

 

Vermeide Bleiwüsten. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Werte deine Beiträge mit Bildern auf. Viele Leser fühlen sich gerade durch ein tolles Foto angezogen und sind deshalb bereit, auch den zugehörigen Artikel zu lesen. Vergiss keine Bildunterschriften, sie sind unverzichtbare Bestandteile der Leserbindung.  Verwende ausschließlich Fotos, die du selber gemacht hast oder über deren Rechte du zweifelsfrei verfügst.

 

4. Tipp: Veröffentliche regelmäßig

 

Veröffentliche regelmäßig neue Beiträge. Verzichte auf drei spontane Gedanken pro Tag, sondern schreibe lieber einmal die Woche einen lesenswerten Beitrag. Der Leser wird es dir danken. Ich kenne Blogs, auf die freue ich mich schon, weil ich weiß, dass sie beispielsweise jeden Freitag erscheinen. Überschätz dich dabei nicht, es kann immer mal sein, dass du in Urlaub fährst oder erkrankst. Für solche Fälle hat der vorausschauende Blogger einen Beitrag in der Schublade, den er schalten kann, damit der Nachrichtenfluss nicht abreißt.

 

5. Tipp: Binde deine Leser ein

 

Lade Gastautoren ein. Stelle interessante Blogs oder Persönlichkeiten vor. Mach Interviews mit ungewöhnlichen Mitmenschen. Das Echo wird es dir danken, denn dein Beitrag wird von Dritten zitiert, getwittert und über andere soziale Gemeinschaften weiter verbreitet.

 

6. Tipp: Beziehe Stellung und polarisiere

 

Schreib ehrlich und aufrichtig, was du zu einem Sachverhalt denkst. Je kritischer deine Meinung ist, je mehr du also polarisierst, desto mehr werden sich Stimmen melden, die abweichender Ansicht sind. Das ist gut so, denn schon kann eine herrliche Diskussion beginnen. Ärgere dich nicht, wenn Leser anderer Meinung sind. Allein die Tatsache, dass sie dir dies in einem Kommentar mitteilen, ist ein Beweis, dass sie dich ernst nehmen und den Gedankenaustausch suchen.

 

7. Tipp: Don´t feed the trolls

 

Je erfolgreicher ein Blog ist, je mehr Leser er findet, desto mehr Schattengestalten zieht er an. Dazu zählen Trolle. Das sind Typen, die versuchen, Blogger in vollkommen sinnleere Diskussionen zu verwickeln. Hier gilt die Regel, derartige Versuche im Keim zu ersticken, nicht darauf einzugehen und die Trolle zu isolieren oder im schlimmsten Fall zu blocken.



*Ruprecht Frieling ist ein unkonventioneller deutschsprachiger Autor, Verleger und Produzent. Der »Grandfather des Self-Publishings« publizierte mehr als 40 Bücher, bloggt, fördert Talente und ist als Berater tätig.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ruprecht Frieling (Mittwoch, 04 November 2015 13:59)

    Über Zuspruch freue ich mich ebenso wie über Widerspruch! ;)

  • #2

    michael (Mittwoch, 04 November 2015 14:39)

    ich freue mich, deinen text zu lesen. es ist schwierig, bestimmt aber schön, permanent seinen tagesrhythmus, seine ideen und gedanken in einen lesenswerten beitrag zu gießen. fernsehen, zeitung u.a. sind nicht der renner, wiederholung hier, wiederholung dort, mein geliebter münsteraner tatort wird in der 627 wiederholung gebracht, da ist nur recht, dass man auf blogs seine gedanken gestalten und ein bißchen für gute und interessante abwechslung sorgt.
    michael kowarsch