Schön mit 50+: Minimum-Make-up

Leichtes Make-up für Frauen über 50
Links ohne, rechts mit leichtem Make-up, beides ohne Photoshop

Während die meisten Frauen als Teenager beginnen, mit Kosmetik zu experimentieren, hat sich bei mir das Interesse erst im Laufe des letzten Jahrzehnts intensiver eingestellt. Nicht etwa nur deswegen, um altersbedingte Veränderungen der Haut zu verdecken, sondern den Ausdruck meines Gesichts zu betonen oder zu variieren. Außerdem macht mir diese Spielerei als künstlerischer Mensch schon allein wegen der Farben Spaß.


Reifere Haut braucht andere Produkte und Farben 


Da mit über 50 die Konturen nicht mehr so straff sind wie in jüngeren Jahren, muss dekorative Kosmetik eine gute Qualität besitzen und richtig dosiert werden. Auch die Farbwahl für Foundation, Lidschatten und Lippenstift ist nicht ganz einfach. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich herausfand, welcher Rotton am besten zu mir passt. Als Jugendliche mochte ich Lippenstift überhaupt nicht, weil ich nie die richtige Farbe fand.

 

Heute sind die Informationsmöglichkeiten dank Internet und speziell für Make-up durch YouTube wesentlich größer und äußerst hilfreich geworden. Mithilfe vieler Anleitungen von professionellen Make-up-Artists und eigenem Experimentieren bin ich sicher im Umgang mit Farben und Texturen geworden. Speziell für Frauen über 50 möchte ich meine Erfahrungen in kleinen Beiträgen weitergeben.

 

Concealer-Palette mit Abdeckcreme in drei verschiedenen Farben
Concealer-Palette mit Abdeckcreme in drei verschiedenen Farben

Make-up Minimum

 

 

Da meine Haut heller und die Schatten unter den Augen dunkler geworden sind, sehe ich oft aus, als hätte ich die ganze Nacht nicht geschlafen oder würde eine Grippe ausbrüten. Das mag ich nicht. Daher habe ich mir angewöhnt, meinem Gesicht täglich ein Minimum an Dekoration zu gönnen. Das geht schnell und hat dennoch einen ausgleichenden Effekt.

 

 

Nach der morgendlichen Reinigung gebe ich zunächst viel Feuchtigkeitscreme auf Gesicht, Hals und Dekolleté, die ich gut einziehen lasse. Bevor ich aus dem Haus gehe, verteile ich noch ein wenig getönte Tagescreme oder eine leicht deckende Grundierung für trockene Haut mit den Händen im Gesicht, d.h. sie sollte nicht mattieren.

 

 

Danach oder wenn es schnell gehen muss, decke ich Augenschatten und Pigmentflecken mit einem passenden Concealer (Abdeckcreme) ab. Sie muss ein wenig heller sein, als der Grundton der Haut. Da die Farbe an verschiedenen Partien im Gesicht variieren kann, lohnt es sich, eine kleine Concealer-Palette auszusuchen, die drei verschiedene Cremes enthält. Sie lassen sich auch mischen, indem sie nacheinander hauchdünn aufgetupft werden, bis der Ton passt.

 

 

Pudern oder nicht?

 

 

Mit einem feuchten Make-up-Schwämmchen tupfe ich etwas Concealer auf die Stellen, die ich abdecken möchte. Dabei achte ich darauf, dass das Ergebnis nicht zu maskenartig aussieht und lasse die Schatten lieber noch einen Hauch durchschimmern, als zu viel auf die Haut zu schichten. Anschließend werden die Übergänge verblendet, indem ich die Ränder mit dem Schwamm angleiche.

 

 

Da meine Haut sehr trocken ist, pudere ich den Concealer nicht ab, wie häufig empfohlen wird, da sich der Puder sonst in Fältchen absetzt oder die dünne Haut um die Augen knitterig aussehen lässt. Grundsätzlich empfehle ich, nur ölige Gesichtspartien mit einem feinen Puder zart zu mattieren. Meist sind das die Stirn, Nase und Kinn.

 

 

Lippenstifte in Rosenholztönen
Lippenstifte in Rosenholztönen

Augenbrauen dezent betonen

 

 

Zu meinem Minimum-Make-up gehören die Betonung der Augenbrauen und der Lippen. Meine Augenbrauen ziehe ich mit einem dunkelbraunen Stift nach, so dass sie gleichmäßig aussehen, jedoch nicht wie dunkle Balken im Gesicht stehen. Anschließend bürste ich sie mit einem transparenten Augenbrauengel in Form. Die Augenbrauen finde ich für den Gesichtsausdruck besonders wichtig, weil sie das Gesicht umrahmen. Die Augenlider schminke ich nicht so häufig, weil sie ziemlich trocken und daher schnell gereizt sind.

 

 

Farbwahl beim Lippenstift

 

 

Zum Abschluss verwende ich einen rosenholzfarbenen Lippenstift. Dieser Ton steht fast jeder Frau, daher ist er unkompliziert und unaufdringlich, bringt jedoch einen kleinen farblichen Akzent ins Gesicht. Rosenholztöne gibt es in warmen und kühlen Schattierungen, die entweder matt, leicht schimmernd oder stark glänzend sind.

 

Letzterer eignet sich eher nicht für den Alltag und sieht nur in wenigen Fällen wirklich gut aus. Bei schmalen Lippen würde ich eine leicht schimmernde Farbe empfehlen, da sie den Mund voller aussehen lässt. Außerdem sollte der Stift gleichzeitig pflegen, damit die Lippen nicht austrocknen.

 

 

Make-up-Produkte, die ich empfehlen kann

 

Alle verwendeten Produkte sind günstig und besitzen eine gute Qualität. Bis auf den Concealer sind sie in der Drogerie erhältlich.

 

 

  • Grundierung: Alverde Color-and-Care Make-up (dm), Terra Naturi Make-up Stifte (Müller)
  • Concealer: Peek-A-Boo Mainstream Palette von Michaela Conrads
  • Augenbrauenstift: von Essence oder Catrice in der entsprechenden Farbe
  • Augenbrauengel: Essence lash & brow gel mascara
  • Lippenstifte in Rosenholz-Tönen: Wet n wild Dark „Pink Frost“, essence „42 fairytale“, Catrice Pure Shine Stift Nr. 040.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Jule (Freitag, 26 August 2016 00:06)

    Hi,
    interessanter Beitrag und sieht wirklich gut aus das Make-up, nicht zu aufdringlich. Ist ein guter Tipp mit dem rosenholzfarbenen Lippenstift, werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Liebe Grüße