Schmerzen wegatmen

GESUNDHEIT

 

Chronische Schmerzen wegatmen

 

Schmerzen sind ein Signal des Körpers, dass irgendetwas nicht funktioniert, wie es sollte. Sie können auch eine eigenständige Erkrankung sein, die viele Menschen häufig oder sogar ständig quälen. Bei heftigen chronischen Schmerzen bleibt dann oft nur der Griff zum Opioid und anderen starken Schmerzmitteln. Da diese jedoch auch Nebenwirkungen haben und einen zusätzlich schwächen, lohnt es sich, Alternativen zu testen.


Ich leide seit vielen Jahren unter Fibromyalgie und Arthrose, habe daher starke Schmerzmittel nehmen müssen, um überhaupt leben zu können. Da mir die Medikamente jedoch schon immer zuwider waren, war ich ständig auf der Suche nach sanfteren Heilmethoden. Der Durchbruch kam, als ich auf eine besondere Atemtechnik aufmerksam wurde, die von dem mehrfachen Weltmeister im Freediving und Coach Stig Severinson entwickelt wurde. Auf seiner Homepage „breatheology“ fand ich einen Minikurs, in dem er die Basisatmung und einige Variationen zeigt. Ich machte die Übungen automatisch mit und stellte anschließend fest, dass meine Schmerzen verschwunden waren! Ich wiederholte die Übung von da an mehrmals täglich und konnte schließlich meine starken Schmerzmittel ausschleichend absetzen.

 

Stigs Basisübung geht ganz einfach:

Gerade hinsetzen oder hinlegen, durch die Nase tief in den Bauch einatmen, einige Sekunden die Luft anhalten und durch den leicht geöffneten Mund wieder ausatmen. Dabei ein stimmlose "Haaaaa" hauchen. Je mehr man übt, desto länger kann man die Luft anhalten und reichert so das Blut mit Sauerstoff an. Wie viele positiven Auswirkungen das auf den Körper hat, hört ihr euch am besten auf Stigs Videos an. Er selbst hat nicht nur sein Asthma mit seinen Atemtechniken kuriert, sondern auch schon vielen sehr kranken Menschen damit geholfen.

Tipp fürs Luftanhalten: Den Atem nicht durch Verschließender Kehle stoppen, da dies einen unangenehmen Druck erzeugt. Einfach nur das Einatmen beenden und den Atem wieder ausströmen lassen, wenn du fühlst, dass es Zeit wird. Es ist nicht nötig, den Atem minutenlang anzuhalten, um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen!
 
Diese Form der Atmung habe ich auch schon bei anderen unangenehmen Beschwerden erfolgreich eingesetzt, obwohl ich sehr versucht war, eine Tablette einzunehmen. Gerade Schmerzen und Krämpfe sind anstrengend, da möchte man eigentlich nicht unbedingt aktiv werden. Aber da ich die starken Schmerzmittel nicht mehr gut vertrage, raffe ich mich dann doch jedes Mal wieder auf und konzentriere mich auf das Atmen.

 

Stimmung heben

 


Übrigens: Wenn man beim Einatmen die Mundwinkel nach oben zieht, signalisieren die Gesichtsmuskeln dem Gehirn eine gute Stimmung. Das Lächeln muss nicht echt sein, es hilft trotzdem, das Wohlbefinden zu steigern.


So schnelle Ergebnisse bekommt nicht jeder, deshalb ist es wichtig, täglich zu üben, denn der Körper braucht etwa 3 Monate, um sich umzustellen. Wer jahrelang krank war, kann schließlich nicht erwarten, umgehend gesund zu werden, zumal sich Gewohnheiten, auch Beschwerden, hartnäckig halten. Auch positives Denken spielt in der Selbstheilung eine große Rolle. Lege den Fokus deiner Gedanken immer auf die Fortschritte, seien sie auch noch so klein. Das macht Mut und den braucht man, vor allem nach sehr langen Krankheitsphasen.

Die Atemübung ist natürlich für jeden geeignet, der seine Gesundheit verbessern oder erhalten möchte.

 

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